KOOPERATION DURCH ISOLATION
Wie wir das Corona-Virus wirklich besiegen

„Meine Mutter ist gestern offiziell Corona positiv getestet worden. Es geht ihr verhältnismäßig gut, aber klar ist, die Corona-Pandemie ist weltweit ausgebrochen. In nur 7 Tagen sind die Zahlen von zuvor 100.000 Infektionen von Ende Dezember bis Ende Februar um 37.000(!) neue Fälle gestiegen. Wir sehen uns einem exponentiellen Wachstum scheinbar ohnmächtig gegenüber. Das ist jedoch falsch. Wir können sehr wohl etwas unternehmen, wie uns der Sozialpsychologe Tomas Pueyo in einem langen und fundierten Artikel erklärt. Weil der Artikel aber so lang ist, haben wir von KNE uns entschieden, euch eine Kurzfassung mit den wesentlichen Erkenntnissen zu schreiben.

Die Quintessenz seiner Analyse zeigt uns nur einen Ausweg. Es klingt paradox, aber wir können in dieser Krise nur wirklich zusammenhalten, wenn wir uns konsequent trennen. Wir müssen uns sehr schnell sozial isolieren und den Mut haben, uns ebenso schnell von Gewohnheiten zu trennen. Die Geburtstagsfeier heute Abend darf eben nicht stattfinden, auch wenn es schwer fällt. Die Konsequenzen des exponentiellen Wachstums der Pandemie werden bei den durchschnittlichen Sterberaten für sehr viele Menschen, vor allem Großmütter und Großväter, tödlich sein.

Wir müssen sofort handeln und alle sozialen Kontakte drastisch reduzieren:

  • Alle Veranstaltungen absagen
  • Von zu Hause arbeiten wie wir von KNE
  • Alle Schulen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen schließen
  • Keine Reisen
  • Zu Hause bleiben
  • Kinos, Restaurants, Bars schließen
  • U-Bahn-, Bus- und Bahnfahrpläne drastisch kürzen
  • Jegliche nicht wirklich notwendige soziale Kontakte einstellen

Nur diese Maßnahmen werden dazu führen, dass das Virus sich langsamer ausbreitet und hoffentlich wieder verschwindet, weil es keine weiteren Opfer mehr findet wie meine Mutter.

Bitte lest unsere Zusammenfassung, lest auch den langen, sehr lesenswerten Artikel von Tomas Pueyo, um die Zusammenhänge wirklich zu verstehen und teilt den Link mit euren Freunden, Bekannten, Chefs, Geschäftspartnern und Politikern. Je schneller wir handeln, desto schneller besiegen wir das Virus. Die sozialen Medien helfen uns, zusammenzuhalten. Setzt sie ein. JETZT!“

Freitag, 13.03.2020, 18h

Daniel Nicolai
Geschäftsführer KNE
Kommunikation für nachhaltige Entwicklung

KNE-Zusammenfassung von:
„Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!“
von Tomas Pueyo

Überblick

Das Corona-Virus ist wortwörtlich zunehmend in aller Munde. Während im Ursprungsland China umgehend gehandelt wurde, steigen die Zahlen der Neuinfektionen derzeit in anderen Ländern, vor allem in Italien, Südkorea und im Iran exponentiell auf mehrere Zehntausende an. Wie konnte China es schaffen, das exponentielle Wachstum einzudämmen und wieso hat kein anderes Land daraus gelernt? Eine Zusammenfassung des Szenarios:

  • Asiatische Länder, die bereits Erfahrungen mit SARS und ähnlich gefährlichen Viren gemacht haben, konnten daraus rasche Maßnahmen für Corona ableiten: Die Öffentlichkeit wurde toleranzlos isoliert. Südkorea, als Ausreißer, hatte einen „Super spreader“ der zu viele Menschen gleichzeitig angesteckt hatte.
  • Westliche Länder handeln derzeit hinkend und reaktiv. Der exponentiell verbreitende Corona-Virus überfordert stark zunehmend die Bevölkerung und das Gesundheitssystem. Die Sterblichkeitsrate liegt in westlichen Ländern höher als in den erfahrenen asiatischen Ländern.
  • Die Politik und die Wirtschaft müssen direkt handeln, um die Ausbreitung weiter zu verhindern. Jeder Tag, an dem keine konkreten, einheitlichen Maßnahmen zur Isolierung oder drastischen Minimierung der Risiken umgesetzt werden, erhöht das Risiko, die Kontrollekomplett zu verlieren.

Neuinfektionen

  • China konnte durch die Isolation von betroffenen Städten die Zahl der Neuinfektionen drastisch reduzieren und das exponentielle Wachstum stoppen. Das lag unter anderem daran, dass China und andere asiatische Länder bereits Erfahrungen mit ähnlichen Viren (SARS) gemacht haben.
  • Westliche Länder, die wenig bis keine Erfahrung mit ähnlichen Viren gemacht haben, reagieren weniger drastisch, wodurch das exponentielle Wachstum ungehemmt voranschreitet. (Chart 8)
  • Der US-amerikanische Staat Washington State entwickelt sich zum neuen Wuhan. Derzeit explodieren die Neuinfektionen ohne Sicht auf Deckelung. Es zeigt sich zudem, dass die offiziellen Zahlen niedriger angesetzt werden. Die aktuellen Zahlen eignen sich daher schlecht für eine Prognose. Zudem werden in den USA Neuerkrankungen durch mangelhafte Testmaßnahmen die Statistiken verfälscht.
  • Mit der Zahl von Corona-Fällen, die heute Länder wie die USA, Spanien, Frankreich, Iran, Deutschland, Japan oder die Schweiz verzeichnen, war Wuhan schon längst im Lockdown.

Sterblichkeitsrate

  • Die Sterblichkeitsrate lässt sich in zwei Arten von Ländern aufteilen: Länder, die vorbereitet sind, werden eine Sterblichkeitsrate zwischen ca. 0,5% (Südkorea) und 0,9% (China außerhalb der Region Hubei/Wuhan) aufweisen und Länder, die überfordert sind, werden eine Sterblichkeitsrate zwischen ca. 3% und 5% haben.
  • Länder, die schnell handeln, können die Zahl der Todesfälle um den Faktor 10 reduzieren. Und das ist nur die Sterblichkeitsrate. Schnelles Handeln reduziert auch die Gesamtzahl der Fälle.
  • Etwa 20% der Fälle erfordern einen Krankenhausaufenthalt, 5% der Fälle erfordern eine Behandlung auf der Intensivstation und etwa 1% benötigen sehr intensive Hilfe, zum Beispiel durch Beatmungsgeräte oder ECMO. Die Ausrüstung ist rar, wodurch Mitarbeiter im Gesundheitswesen gezwungen sind bei Patienten und sogar sich selbst, über Leben und Tod zu entscheiden.

Lösungen

Die Kurve der Neuerkrankungen muss abgeflacht werden, damit das Gesundheitssystem weiterhin funktioniert. Je mehr Fälle aufgeschoben werden können, desto geringer ist die Sterblichkeitsrate und desto höher der Anteil der Bevölkerung, der sich impfen lassen kann, bevor er möglicherweise infiziert wird.

Maßnahmen

  • Das Beispiel Wuhan zeigt, dass ab dem Moment der Abriegelung auch die Zahl der Infizierten zurückging. Die Isolation ist daher eine Möglichkeit.
  • Sofern die Infektion nicht von Mensch zu Mensch über Tröpfchen erfolgt, besteht das größte Risiko über Oberflächen. Das Virus kann stunden- oder tagelang auf verschiedenen Oberflächen überleben. Deshalb sollten wir Abstand zu anderen Menschen halten und möglichst zu Hause bleiben, bis die Ausbreitung des Virus zurückgeht.
  • Politisch gibt es zwei Maßnahmen: Eindämmung und Abschwächung. Die Strategie der Eindämmung stellt sicher, dass alle Fälle identifiziert, kontrolliert und isoliert werden. Sobald die Zahl der Fälle in der Bevölkerung um Hunderte oder Tausende wächst, reicht es nicht mehr aus, zu versuchen, weitere Fälle zu verhindern. Die Abschwächung ist die Maßnahme, wo Unternehmen, Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel und Schulen schließen, um die Übertragungsrate von 2-3 auf 1 zu reduzieren, damit das Virus aussterben kann. Die aktuelle schrittweise Erhöhung der Maßnahmen gibt dem Virus wertvolle Zeit, sich weiter zu verbreiten.

Für Unternehmen und deren Geschäftsführer

Unternehmen und Geschäftsführer können das Risiko für die Ansteckung im eigenen Unternehmen vage berechnen. Jedoch können Sie, angesichts der derzeitigen Entwicklung, so viel Risiko auf sich nehmen, wie sie wollen, bis das Coronavirus sie dazu zwingt, Büros zu schließen.

Fazit

In dem theoretischen Modell, das an Hubei/Wuhan angelehnt ist, führt nur ein Tag des Wartens zu einem Anstieg der Fälle um 40%! Hätten die Behörden in Hubei die Quarantäne am 22. statt am 23. Januar eingeleitet, hätten sie die Zahl der Fälle vielleicht um unglaubliche 20.000 reduziert.

Ein Tag des Wartens lässt die Todesrate um 40% ansteigen. Mit jedem Tag steigt das Risiko enorm, dass auch das Gesundheitssystem versagt, wodurch die die Sterblichkeitsrate nochmals 10-mal höher wäre.

An jedem Tag, an dem es keine soziale Distanzierungsmaßnahmen gibt, steigen die Fälle exponentiell an. Deswegen sollten Sie in jedem Fall JETZT handeln!

Tomas Pueyo wurde 1982 in Frankreich geboren und erwarb an der Universität von Stanford einen Master of Business Administration (MBA), mit inhaltlichen Schwerpunkten auf Verhaltenspsychologie, Design und Storytelling. Derzeit arbeitet er für eine Online-Lernplattform in der Nähe von San Francisco, ist Speaker und einer meistgelesenen Autoren des Onlineblogs Medium.

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